Patronat: der Gärtner, Blumenhändler, Bräute, Neuvermählten, Gebärenden, Wöchnerinnen, Bierbrauer, Bergleute; gegen falsche Anschuldigungen und Todesfurcht
wird vor allem im deutschen Sprachraum als Nothelferin in vielen Anliegen angerufen
Historische Daten sind von Dorothea nicht überliefert; sie soll um 290 in Rom oder Cäsarea in Kappadokien (heute Kayseri) geboren worden sein und 305 dort das Martyrium erlitten haben. Ihr Vater Dorus, ein römischer Senator, flüchtete mit seiner Gattin Thea und mit zwei Töchtern, Christe und Calliste, vor den Christenverfolgungen nach Kleinasien, wo er sich in Cäsarea niederließ. Hier wurde ihm eine dritte Tochter geboren, die der Bischof auf den Namen Dorothea taufte (aus den elterlichen Namen zusammengezogen). Der örtliche Statthalter Fabricius wollte das Mädchen heiraten, als er aber erfuhr, dass sie Christin war, klagte er sie an und verurteilte sie zum Tod.
Man tauchte sie in siedendes Öl, das ihr allerdings nichts anhaben konnte. Auch eine tagelange Haft ohne Wasser und Nahrung überstand sie. Sie wurde gegeißelt und mit Fackeln verbrannt, war nach einer Nacht aber wieder vollkommen gesund. Nun ergriff man ihre beiden älteren Schwestern und verbrannte sie, und Dorothea sollte enthauptet werden. Sie bat das Gericht um Eile, denn sie freue sich schon auf das Paradies, wo allzeit Rosen blühten und reife Äpfel an den Bäumen hingen. Der Schreiber des Gerichts namens Theophilus rief ihr höhnisch zu, sie solle ihm nach ihrer Ankunft dort ein paar Rosen und Äpfel hinabschicken. Dorothea versprach es, und während sie im Gebet auf ihren Tod wartete, stieg ein Knabe vom Himmel herab, brachte Theophilus einen Korb mit drei Rosen und drei Äpfeln und sagte ihm, dies sei auf Geheiß der Dorothea geschehen.
Nach dem Tod des Mädchens ließ sich Theophilus taufen, von diesem Wunder bekehrt, und wurde kurz darauf vom Statthalter zu Folter und Enthauptung verurteilt.
Ihre Reliquien werden in Rom (Trastevere) und Bologna aufbewahrt, in Breslau soll eine Kopfreliquie vorhanden sein.
Dorothea gehört mit Barbara, Margareta und Katharina zu den »Virgines Capitales«, wird als Nothelferin verehrt und ist in der mittelalterlichen Kunst eine der beliebtesten Heiligen.
Darstellung: als Jungfrau
Attribute: Palmzweig, Schwert (Martyrium); Blumen, Äpfel oder andere Früchte, Kranz aus Rosen, Engel

Quelle: Herder-Verlag








